Zum Wandern ist es zu heute heiß. Morgens schließe ich mich einer Strand-Exkursion an, und am Nachmittag leihe ich ein Fahrrad für eine Tour in den Norden. Immer am Meer entlang, mit vielen Durchgangsmöglichkeiten zu Strand und Meer. Oft verläuft der komfortable Radweg im Schatten der Bäume. Im Norden entdecke ich ein verwunschen schönes Mini-Örtchen mit uralten Häusern und vielen Rosenbüschen: Groß Zicker.
Die Ostsee ist ein Binnenmeer
Sie hat keinen direkten Zugang zum Ozean. Der einzige natürliche Meerzugang der Ostsee ist eine schmale Verbindung zur Nordsee, durch die dänischen Meerengen (Öresund, Großer Belt). Deshalb gibt es keine Gezeiten, und der Salzgehalt ist gering.
Fische und Muscheln wandern durch die Verbindung zum Ozean ein, müssen sich aber an die Bedingungen (niederer Salzgehalt) anpassen. Deshalb sind die Muscheln klein und in geringer Arten-Vielfalt.

Am Nachmittag wird es richtig warm. Der Süden kanns jedoch besser: In Stuttgart sind es 10° mehr: 36°C
Gottes sind Wogen und Wind – Dass Ihr den Hafen gewinnt – Aber Segel und Steuer sind Euer
Der Spruch auf dem Brunnen stammt von Johannes Kienau (1880-1916), der unter dem Pseudonym Gorch Fock schrieb. Er starb im Mai 1916 in der Seeschlacht am Skagerrak.
Nach ihm ist das Segelschulschiff der Deutschen Marine benannt.
Bei Budeswehr.de heisst es: Die Gorch Fock „dient dem Training der Offizieranwärterinnen und -anwärter der Seestreitkräfte. Die Kadetten erfahren während ihrer seemännischen Grundausbildung an Bord zweierlei: Erstens, was Teamwork in der Praxis bedeutet. Das Schiff lässt sich nur in Zusammenarbeit als Gruppe beherrschen, denn vieles an Bord funktioniert ausschließlich mit Muskelkraft. Vier Rudergänger etwa sind nötig, um die „Gorch Fock“ auf Kurs zu halten, und Dutzende Kadetten müssen an den sogenannten Brassen arbeiten, um die schweren Rahen zu bewegen.
Zweitens lernen die Offizierschüler die Elemente kennen, die für ihr künftiges Berufsleben natürliche Umgebung sein werden und in der sie Verantwortung für Schiffe und Besatzungen tragen müssen. Wind, Wellen, Gezeiten wirken sich auf moderne Schiffe genauso aus wie auf Segler. Aber nur auf einem Segelschiff erfahren die Kadetten so hautnah, welche elementaren Kräfte auf See wirken.“

Eines der ältesten Häuser auf Rügen (anno 1700) steht in Göhren. Das Rookhus (Rauchhaus, rechts) hatte keinen Kamin

Direkt neben diesem Haus mit den Rosen finde zu meiner Überraschung einen Asia-Imbiss, der mich bestens verköstigt

Am Abend sind die Wege fast menschenleer. Und die Temperatur genau richtig, keine direkte Sonne mehr. Radeln wie im Paradies


















