Budapest wird geteilt durch die Donau. Rechts liegt das hügelige Buda – links das flache Pest, seit 1873 zu Budapest vereint und Landeshauptstadt. Die schöne Uferpromenade ist ein Besuchermagnet, ebenso die Baudenkmäler aus der Habsburger Zeit, hochkarätige Museen und die Thermalbäder. Über 500 Mineralquellen sprudeln in Budapest – das größte Vorkommen in ganz Europa.

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Strahlende Sonne in Budapest, 25°C im Oktober! Vom Flughafen gelangt man mit öffentlichem Bus und Metro unkompliziert in 40 Minuten ins Zentrum.

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Schon auf dem Weg ins Hotel beeindrucken mich die vielen schönen Lokale. Die Budapester sitzen gerne draussen

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Budapest hat die Vernachlässigung der Bausubstanz aus sozialistischer Zeit noch nicht aufarbeiten können. Vielerorts sind Renovierungsarbeiten nötig

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Die Budapester sind einfallsreich. “Ruinenkneipen” entstehen über Nacht in den Ruinen. Entweder im Freien, nur bei gutem Wetter geöffnet, oder der Wirt stellt ein Zelt auf

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Am ersten Tag flaniere ich an schönen Plätzen vorbei zum Fluß. Ich will die Donau sehen

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Die Donau ist majestätisch breit, von mehreren Brücken überspannt, und auf der anderen Uferseite erhebt sich der Burgberg mit dem Burgpalast

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Durch den herbstlichen Park,

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vorbei am Riesenrad,

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zur Stephans-Basilika, benannt nach König Stephan I, der das Christentum in Ungarn etablierte. Hier startet ein geführter Stadtspaziergang.

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Dori, unser Guide, erzählt, dass es viele neue Statuen gibt in Budapest. Eine Vorliebe des Bürgermeisters

Dieser Wachtmeister war sehr beliebt, immer freundlich und ein Frauenheld, denn er wusste stets das passende Kompliment. Bauch streicheln bringt Glück!

Der Vörösmarty-Platz

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liegt mitten im Zentrum, mit Zugang zur Metro, und ist umstanden von repräsentativen Bürgerhäusern

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u.a. dem Gerbeaud, 1858 eröffnet, ein feines und teures Kaffeehaus

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Mihály Vörösmarty, nach dem der Platz benannt ist, war ein populärer Dichter. Er übersetzte Shakespeare ins ungarische,

und sein patriotisches Gedicht Szózat (Aufruf, 1826) wurde ein Nationallied. Als glühender Patriot gehörte er 1848 dem Landtag an und wurde 1849 Richter am Obersten Gerichtshof. Nach der nationalen Katastrophe, der Niederschlagung der ungarischen Revolution durch die Habsburger (1848-49) ging er kurzfristig ins Exil.

 

Das Denkmal wurde von der Bevölkerung gespendet, die ihn sehr verehrte. Es heißt, ein Bauer habe eine kleine Münze geschickt, er wollte beitragen soviel er eben konnte. Die Münze ist noch vorhanden, sie wurde ins Denkmal eingebaut.

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Streetfood: Langos, frittierter Hefeteig mit Käse, gibt es überall

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Die Metro ist die zweitälteste in Europa, nur London´s Metro gab´s vorher

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Die Zugänge und Bahnhöfe sind denkmalgeschützt

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und gehören seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe

Das Donau-Panorama, ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe

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Auf die Kettenbrücke sind die Budapester besonders stolz. Zur Bauzeit (1839-49) war sie die erste feste Brücke in Budapest und die längste Eisen-Konstruktions-Brücke in Europa

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Die Tram Nr. 2 fährt am Donauufer entlang, eine wunderbare Panoramafahrt für Touristen

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Neben Donau und Tram verläuft der Donaukorso, einst die Flaniermeile der Stadt. Sie wurde, wie auch die Kettenbrücke, im 2. Weltkrieg zerstört und rekonstruiert

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Das Wahrzeichen von Buda ist der Burgberg. Wahrzeichen von Pest ist das Parlament, eines der größten Gebäude der Welt

Burgberg und Matthiaskirche

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Eine Standseilbahn führt auf den Burgberg hinauf, ein Tunnel ermöglicht dem Verkehr die Durchfahrt

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Der Zero-Stein unterhalb der Burg markiert die Stadtmitte. Von hier aus werden die Entfernungen gemessen

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Der Burgpalast wurde von den Habsburgern repräsentativ ausgebaut, sie regierten jedoch nie darin. Im 2. Weltkrieg war die Burg die letzte Bastion der dt. Besatzung und von den siegreichen Sowjets zerstört. Heute beherbergt der wiederaufgebaute Burgpalast Ungarns wichtigste Museen

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Weithin leuchten die farbenfrohen Majolika-Ziegel vom Dach der Matthias-Kirche, die exponiert auf dem Berg steht

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An den Kirchplatz schließt sich die Fischerbastei an, ein bezaubernder Kitschbau mit verschnörkelten Treppen, Türmchen, Nischen. “Dekoration” für den Kirchbau und grandiose Aussichtsterrasse

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Von der Fischerbastei blickt man auf die Donau und das Parlament. Die Stadt liegt uns zu Füßen

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Ich spaziere durch die Straßen des Burgviertels. Hier die Táncsics Mihály Straße, die ehemalige Judengasse

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Das Burgviertel wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut

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Von der Pester Uferseite schaue ich hinüber: Eben war ich noch bei der Matthias-Kirche, die nun hell beleuchtet ist.

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Der Burgpalast und die Kettenbrücke. Die filigrane Beleuchtung der Brücke installierte man aus Freude über den Fall des Eisernen Vorhangs 1989

2 Kommentare

  1. Sehr schön, sehr ansprechende Bilder!
    Heute hatte ich mal richtig Zeit zum Schauen und habe es ausgiebig getan. Toll, vielen Dank!
    Irene

    • Hallo Irene, schön von dir zu hören. Ja, es war eine sehr vielfältige und Interessante Reise. Doch irgendwie wohl zuviele Eindrücke. Kaum zu Hause, hat mich ein dicker Schnupfen erwischt. Also mache ich jetzt in Erholung, es scheint nötig zu sein.
      Lieber Gruß an die Elbe

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