Rhodos, die Insel des Sonnengottes Helios, bietet ausser Meer und Stränden die vollständig erhaltene mittelalterliche Altstadt der Johanniter-Ritter. 1522 mussten die Ritter nach einer langen Belagerung die Stadt an die Türken übergeben. Sie ließen sich daraufhin in Malta nieder, wehalb sie fortan auch Malteser-Ritter hießen.

 

Der Entstehungsmythos von Rhodos berichtet, dass Göttervater Zeus die Erde unter den Göttern verteilte. Helios, der Sonnengott, war während des Tages wie immer mit seinem Lichtwagen unterwegs von Ost nach West. Deshalb war er bei der Verteilung nicht anwesend und ging leer aus. Er beschwerte sich bei Zeus, und der versprach ihm eine Insel, die sich aus dem Meer erheben würde. Aus dem tiefblauen Meer tauchte eine blütenbedeckte Insel auf, die der Sonnengott voller Freude in sein ewiges Licht tauchte.

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Wir erleben Rhodos leider nicht sonnig. Die See ist unruhig, als unser Katamaran ablegt. Die Überfahrt wird wegen Seegang recht ungemütlich, und die Hälfte der Passagiere seekrank

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Ein großer Teil unserer Mitreisenden fehlt beim Abendessen. Ich bin auch nicht hungrig und gehe lieber noch an den Hotelstrand und dann per Bus ins Zentrum

Rhodos bei Nacht

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Rhodos ist berühmt für die Befestigungsanlagen der Johanniter-Ritter, die hier von ca. 1300 – 1500 lebten

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Im ehemaligen Hospital der Ritter befindet sich heute das Archäologische Museum

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Der Hauptplatz der Altstadt, der Platia Ippokratous, ist heute nur wenig frequentiert, denn ein Regenschauer hat die Touristen vertrieben

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Das „Kastellania“,  ein schöner Kreuzritterbau, am Ippokratous-Platz

Das Kastellania wurde 1507 als ein Handelszentrum errichtet. Im Erdgeschoß tauschten die Händler ihre Waren, und im oberen Stockwerk entschied das Gericht über Streitfälle.

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Rhodos ist berühmt für seine schönen Gassen und Plätze

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In der Straße der Kreuzritter lagen die Unterkünfte der Ritter. Die Straße ist einzigartig wegen ihres unverfälschten mittelalterlichen Charakters, 200m lang und 6m breit

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Platia Argiokastru mit dem frühchristlichen Baptisterium

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Wir wohnen im Rhodos Palace, über dessen Spa-Bereich sich eine riesige Glaskuppel wölbt

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Am nächsten Morgen genießen wir zum ersten Mal ein Frühstück ohne Blick auf die Uhr! Wir werden heute individuell die Altstadt von Rhodos erkunden

Tip für RSD-Reisende:
Es wird ein Ausflug nach Lindos angeboten. Für uns war klar, dass wir den nicht mitmachen, denn die Hauptsehenswürdigkeit auf der Insel ist die Stadt Rhodos. Dieses Zentrum kann man vom Hotel aus leicht mit dem Bus erreichen. Die überaus lohnenswerte Besichtigung dieser Weltkulturerbe-Stätte füllt den ganzen Tag. Wer früher müde wird kann den Spa-Bereich des schönen Hotels nutzen.

 

Die Teilnehmer des organisierten Lindos-Ausflugs sind in einen straffen Zeitplan eingebunden, nehmen eine lange Busfahrt auf sich und verpassen die Hauptsehenswürdigkeit auf Rhodos, nämlich die alte Kreuzritterstadt Rhodos. Denn die „Ausflügler“ hatten am Schluß ihrer Insel-Rundfahrt nur noch wenig Zeit (und Aufnahmefähigkeit) für diesen wunderbaren Ort.

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Wir starten am Hafen mit der berühmten Hafeneinfahrt

Wo heute der Hirsch und die Hirschkuh den Hafen zieren, stand in der Antike der Koloss von Rhodos, eine riesiges Broncestandbild, des Sonnengottes Heilos, der eine brennende Fakel hielt, eines der 7 Weltwunder (280 v.Chr.).

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Gleich daneben die Evangelismos-Kirche, eine Nachbildung der zerstörten Kreuzritterkirche des Hl. Johannes,

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innen vollständig ausgeschmückt mit wunderbaren Gemälden.

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Durch eines der prächtigen Tore betreten wir die Befestigungsanlage und gelangen in die Altstadt. Sie ist rundum von Mauern umgeben

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Hier legte gestern unser Katamaran an

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Die Platia Argiokastru am Eingang der Stadt. Eine harmonische Komposition, fast wie ein Gemälde

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Die Platia Ippokratous ist umgeben von Restaurants. Dekorativ in der Mitte steht einer der vielen Brunnen von Rhodos

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Bei unserer Mittagspause am umtriebigen Platz der Jüdischen Märthyrer leistet uns ein Papagai Gesellschaft

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Durch Tore in den Befestigungen kann man immer wieder hinaustreten zum Hafen

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Das Kreuzfahrtschiff ist höher als die Gebäude der Altstadt

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Die malerischen Gassen von Rhodos

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Das ehemalige Hospital der Kreuzritter beherbergt heute das Archäologische Museum

Das Hospital verdeutlicht die ursprünglichen Ziele des Johanniter-Ordens, nämlich die Betreuung und Pflege der kranken Pilger an den heiligen Stätten und später der Kreuzfahrer.

Die Straße der Kreuzritter

war die Hauptstraße zum Kastell der Ritter, wo der Großmeister residierte. Sie gilt als bestes Beispiel einer mittelalterlichen Straße, die sich bis heute erhalten hat. Auf den ersten Blick scheint die Straße eher kahl, doch es gibt viele Details zu entdecken.

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Hier lagen die Unterkünfte der Ritter. Sie lebten in „Tongues“ (Zungen) organisiert. Es gab französische, spanische, italienische usw. Gemeinschaften

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Die Gottesmutter schmückt die Fassade der französischen Ritter

Der Palast des Großmeisters

beeindruckt durch seine Größe und die Stärke seiner Befestigung. Durch eine Exploion in der benachbarten Johannes-Kirche wurde der Palast 1856 vollständig zerstört und 1940 durch die Italiener originalgetreu wiederaufgebaut. Die Johannes-Kirche wurde an anderem Ort originalgetreu rekonstruiert, nämlich als Evangelismos-Kirche am Hafen.

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Das Kastell ist so massiv gebaut, dass es selbst bei der langen Belagerung von 1522 kaum beschädigt wurde

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Um den Zentralhof lagen Vorratsräume, im ersten Stock die Wohnräume.

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Der Uhrturm von 1851. Daneben die Süleiman-Moschee, benannt zu Ehren des türkischen Eroberers Süleiman des Prächtigen

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Schöne Gasse mit einem später angebauten, eher untypischen türkischen Balkon

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Die Wege der Altstadt sind kunstvoll mit Kieselsteinen belegt

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Vor einem gewaltigen Regenguß flüchte ich mich in ein Café am Hafen. So findet mein Rundgang einen natürlichen Abschluss

1 Kommentar

  1. hallo lisa, deine doku ist super!!!!

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