Eine abwechslungsreiche Rund-Wanderung im Schwäbischen Wald: Von Spiegelberg in die wilde Hüttlenwald-Schlucht, steil hinauf zum Juxkopf mit prächtiger Aussicht. Durch blühende Wiesen, reifende Kornfelder und auf weichen Waldwegen zum letzten Aussichtspunkt, dem Stocksberg.

 

Spiegelberg-Hüttlenwald Schlucht-Juxkopf-Prevorst (15km, 5h)

Von Spiegelberg durch Wiesen, hinein in den Wald

und in die wildromantische Hüttlenswald-Schlucht

Immer am Bächlein entlang, führt der Weg steil hinauf

Am Wege liegen moosbewachsene Steinbrocken. Das Wasser rinnt über Felsstufen und grottenartige Überhänge aus Sandstein

Den Juxkopf (533m) krönt ein Aussichtsturm des Schwäbischen Albvereins. Von oben hat man Rundum-Blick auf die Löwensteiner Berge, den Mainhardter und Murrhardter Wald und auf die Schwäbische Alb

Den Schwäbische Albverein gibt es seit 1888 – inzwischen ist er der größte Wanderverband Europas. Hauptgrund für die Gründung damals war, dass der Verschönerungsverein Kirchheim einen Turm auf der Teck errichten wollte, wofür er benachbarte Verschönerungsvereine zur Unterstützung brauchte.

 

Der neu entstandene Verein wirkte zuerst am Albtrauf, bald auf der gesamten Alb. Man baute Wege, Schutzhütten und Aussichtstürme. Heute betreut der Albverein 26 Aussichtstürme auf der Schwäb. Alb, im Hohenloher Land, im Schwäbischen Wald und im württemb. Allgäu. Das Wegenetz umfasst 24 000 km.

Weiter auf schönem Höhenweg, mit Blick zurück zum Aussichtsturm (links) und bis zur Schwäbischen Alb

Die Wiesen stehen kurz vor der Mahd

Gleich neben der Kirche von Prevorst steht das Geburtshaus der „Seherin von Prevorst“, heute der Gasthof Ochsen

Friederike Hauffe (1801–29) wurde als „Seherin von Prevorst“ bekannt. Sie hatte übersinnliche Fähigleiten, sah Geister, hatte Trancezustände und Heilfähigkeiten. Diese Fähigkeiten waren mit Leid und Krankheit verbunden. Hilfe fand sie beim Oberamtsarzt Dr. Justinus Kerner.

 

Die letzten beiden Jahre ihres kurzen Lebens verbrachte Friederike in Kerners Haus in Weinsberg. Er war ihr Arzt, Helfer, und Seelenbegleiter. Gleichzeitig forschte er „Über das innere Leben des Menschen, und über das Hereinragen einer Geisterwelt in die Unsre. So lautet der Untertitel des Buches über die „Seherin von Prevorst“, worin er das Leben Frederikes beschreibt, und ihre übersinnlichen Erlebnisse protokolliert und analysiert.

 

Justinus Kerner (1786-1862) war Dichter, Arzt und medizinischer Schriftsteller. Sein Haus war Treffpunkt für einen großen Freundeskreis (Ludwig Uhland, Gustav Schwab, Nikolaus Lenau uva). Kerners Ballade „Der reichste Fürst“ ist das inoffizielle Württemberglied: „Preisend mit viel schönen Reden.

Bäuerliche Impressionen in Prevorst, das weithin bekannt ist für seinen Christbaummarkt im Advent, wo man regionale Christbäume kaufen kann

Ideale Bedingungen für Biker, die heute in Scharen unterwegs sind

Es gibt sie noch, die üppigen Margeriten-Wiesen, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne. Allerdings sehr selten – meist stehen die weißen Blütensterne eher vereinzelt auf der Wiese

Häufig sehen wir Weihnachtbaum-Kulturen. Im Advend herrscht in Prevorst buntes Treiben, wenn die Bäume an der Hauptstraße verkauft werden

Blick zurück zum Kirchlein von Prevorst. Fast verdeckt vom Weihnachtsbaum-Wald

Der letzte Aussichtspunkt, der Stocksberg. Nun geht es im Wald immer bergab, zurück nach Spiegelberg

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