Der Süden Maltas ist geprägt durch Industrie: Es gibt Öl- und Gas-Speicher, ein Kraftwerk und die gigantischen Kräne des Freeports.Trotzdem begeistert mich die Wanderung. Birzebugga und Marsaxlokk sind hübsche Orte, und die Buchten nahe Marsaxlokk ein umwerfendes Naturerlebnis.

Küsten-Wanderung (3:30h): Birzebugga´s Pritty Bay (Bus) – Marsaxlokk – St. Peters Pool, Zyklopenbucht, Island Bay – St. Paul Church (Auto nach Valetta). Weiter nach Marsaskala (Bus) oder Marsaxlokk (Bus) je 0:40h

Birzebugga

In den Fels gehauene Salzpfannen. Dahinter Birzebugga, das sich über zwei Buchten erstreckt,

mit schönem Sandstrand, der Pritty Bay.

Blick nach rechts… Malta´s Freihafen mit seinen riesigen Ladekränen

Ich finde ein Fischrestaurant an der Pritty Bay für meinen Frühstückskaffee – wieder mal mit prächtiger Aussicht

So ein hübscher Ort – und dann auch noch mit Sandstrand, eine Rarität auf Malta! Paradoxerweise ist der schöne Sandstrand ein Resultat des benachbarten Containerhafens: Beim Ausbaggern des Freeports fiel Sand an, den man in der Pritty Bay ablud. Nun hat die Stadt einen herrlichen Sandstrand – aber auch den Ausblick auf den Freeport und die umliegenden Öl- und Gastanks.

Ich spaziere weiter entlang der Küste und erreiche Birzebugga´s zweite Bucht. Auch dort gibt es eine schöne Uferpromenade

und jede Menge Fischerboote im Hafen

Heute bleibe ich stets nahe am Meer. Ich passiere Hafen und Strand und gelange zur Ferretti Battery,

einer Befestigungs-Anlage aus der Ritterzeit. Im Hintergrund die Kräne des Freihafens

Weiter zum St. Lucian´s Tower, der eher wie eine Festung wirkt

Marsaxlokk (gesprochen „Marsaschloo“)

Auf wunderbarem Weg, immer der Abbruchkante der Steilküste folgend, wandere ich auf Marsaxlokk zu

Der malerische Fischerort ist bei Touristen beliebt wegen der bunten Boote und wegen seiner ausgezeichneten Fischlokale am Hafen, die zudem sehr preisgünstig sind

Inzwischen ist späte Mittagszeit und ich lasse mich in einem der einladenden Restaurants nieder

Wunderbare Buchten zwischen Marsaxlokk und Marsaskala

Dann folgt der Höhepunkt des heutigen Tages: Buchten wie aus dem Bilderbuch tun sich vor mir auf – im allerschönsten Abendlicht

Der Pfad verläuft direkt an der Abbruchkante, durch Blumenwiesen und entlang von Bauernland

Manchmal muss man ein bisschen klettern. Ein Anwohner mahnte zur Vorsicht: „Be careful, it is dangerous“. Über dem Meer ziehen dunkle Wolken auf, Blitze zucken – eine magische Stimmung

Meine Zeitplanung ist voll daneben. Es dunkelt schon, und von Marsaskala keine Spur. Ein freundlicher Autofahrer nimmt mich mit – bis sein Auto wegen eines platten Reifens liegenbleibt. Doch kurz später ist Ibrahim zur Stelle, ein Syrer, der seit 20 Jahren auf Malta lebt. Er fährt mich zum Busbahnhof von Valetta.

Von Valettas bestens organisiertem Bus-Bahnhof kommt man in (fast) jeden Winkel Maltas. Mein Bus nach Bugibba wartet schon

Am nächsten Tag

will ich wissen, wie denn der Weg weitergegangen wäre nach der Island Bay, wo ich die Tour wegen aufkommender Dunkelheit abbrechen musste. Ich mache einen gemütlichen Ausflug nach Marsaxlokk zum Mittagessen. Und wandere nocheinmal zu den schönen Buchten.

Weil´s gestern hier so schön war, lasse ich mich wieder im Restaurant Harbour Lights bei den hellblauen Sonnenschirmen nieder. Essen und Kaffe sind wunderbar und die Kellner zuvorkommend

St. Peters Pool

Salinen vor der Zyklonen-Bucht

Nach der Island Bay, nahe der St. Pauls Church habe ich gestern abgebrochen. Vor allem auch, weil ich diesen Weg zur Kirche nicht gefunden habe

Heute ist es ganz einfach: An der Kirche vorbei, immer geradeaus, und in 40 min. bin ich an der Bushaltestelle in Marsaskala. Alternativ kann man von hier aus in gleicher Zeit (40 min.) auf direktem Weg nach Marsaxlokk zurückwandern. Das ist meine Empfehlung, denn der Ort Marsaskala ist nicht attraktiv.

Der Weg dorthin schon. Sehr schön ist die Halbinsel Il-Munxar, die man nahe der Abbruchkante umwandern kann. Im Hintergrund die St. Thomas Bay und Marsaskala,

wo ganz Unerschrockene bei 15° Wassertemperatur baden

Es gibt ein nettes Zentrum, aber drumrum viel unattraktive Bebauung

An der Uferpromenade am Hafen lässt sich´s nett flanieren und Kaffee trinken. Der Bus nach Valetta verkehrt häufig und stoppt gleich nebenan

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