“You must remember this, a kiss is still a kiss…”, der Kultfilm mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergmann ist das erste, was mir zu “Casablanca” einfällt. Doch das reale Casablanca ist nicht romantisch, sondern eine Hafen- und Industriestadt mit 6 Mio Einwohnern, großen sozialen Mißständen, und einer winzigen, touristisch unbedeutenden Medina. Doch es gibt eine umwerfende neue Sehenswürdigkeit, weshalb heute die Touristen nach Casablanca strömen: Die Hassan II.-Moschee, 1993 fertiggestellt, fasst über 100 000 Menschen und beindruckt durch ihre Ausmaße und Architektur.

Boulevard de la Corniche

An Casablancas Flanier- und Uferpromenade am Atlantik gibt es Strandclubs, teure Hotels, Restaurants und Nachtclubs. Heute am Sonntagabend sind jede Menge Leute unterwegs zum Sehen-und-Gesehen-werden.

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Wir wohnen nahe der “Corniche”. Es dämmert bereits, als wir uns zu den Spaziergängern auf Casablancas Amüsiermeile gesellen

Corniche, Casablanca

Königliche Familie

Überall stößt man auf Bilder des Königs und der Königlichen Familie. In der Mitte der König, links seine Frau (mit den schönen roten Haaren), davor die Königin-Mutter und die zwei Königskinder

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Ein untypisches Bild von der Uferpromenade, aber mir hat das Restaurant vom Strandclub direkt am Ufer gefallen

Vom Hotel Suisse, Casablanca

Vom Hotelbalkon schauen wir auf den Atlantik. RSD hat uns ein super Hotel ausgesucht, in bester Lage

Moschee Hassan II

Der Vater des heutigen Königs, Hassan II., hat ein neues Wahrzeichen für Casablanca geschaffen. Anlässlich seines 60. Geburtstags wurde die drittgrößte Moschee der Welt erstellt. Nur im Mekka und Medina gibt es größere. 25 000 Menschen passen in das Gebäude, 80 000 finden auf der Freifläche davor Platz.

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Die Moschee thront auf einem Felsvorsprung über dem Meer. Das 210 m hohe Minarett ist Marokkos höchstes Bauwerk

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Vom Platz vor der Moschee blickt man auf den Atlantik

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Der Gebetssaal ist prächtig ausgeschmückt  und riesengroß. Der Petersdom oder Notre Dame würden darin Platz finden

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Auf der mit Zedernhols eingefassten Galerie beten die Frauen

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Marmor, wunderbare Ornamentik, Zedernholz, beheizter Fußboden, ein automatisch sich öffnendes Dach zur Belüftung

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Im Untergeschoß befinden sich prachtvolle Waschräume für die Vorbereitung zum Gebet

Hafen 

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Casablancas Hafen ist der zweitgrößte Afrikas

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In Rick´s Café am Hafen kann man bei Kerzenschein gut essen (…heißt es, wir haben es nicht probiert)

Quartier Habous (Nouvelle Medina)

Die adretten Straßen mit Verkaufsständen in den Arkaden wurden in den 1930er Jahren von den Franzosen angelegt. Eine “orientalische Medina”, ausgestattet mit westlichen Standards. Denn Casablanca war vor der französischen Zeit ein kleines Dorf. Und nun mussten Einkaufsmöglichkeiten für die wachsende Bevölkerung geschaffen werden.

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Moschee und Einkaufsstraßem von Habous

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Gigantische Auswahl an Oliven. Ich nehme 1 kg mit und bezahle 2 Euro

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Mahakma du Pasha (Habous)

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Einen der größten Riads Marokkos kann man besichtigen: Holzdecken, Stuck, Schmiedeeiserne Geländer, Mosaiken in orientalischer Pracht

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Innenhof mit Brunnen

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Der Riad dient gerade als Filmkulisse

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Casablancas Zentrum

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Der Platz Mohammed V. ist das Herz des Zentrums, umstanden von schönen Gebäuden aus der Kolonialzeit

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Das Justizgebäude am Platz Mohammed V.

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Herrschaftliche Gebäude im Kolonialstil

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Links die Markthalle,

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wo Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs angeboten werden. Hier gibt es auch einfache Restaurants für den Mittagshunger

 

1 Kommentar

  1. In der Nähe der Markthalle gibt es einfache Essmöglichkeiten bereits ab 2 – 3 €; Fisch ist manchmal etwas teurer – wie überall.

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