Die Hohe Mut (2670 m) im hinteren Ötztal ist seit Beginn des Alpinismus ein beliebtes Ziel für Wanderer und Landschaftsmaler. Denn der unscheinbare Berg bietet freien Blick auf 21 (!) Dreitausender und sicher genauso viele Gletscher. Schon seit den 50er-Jahren gibt es eine Seilbahn hinauf, und oben wunderschöne Wandermöglichkeiten.
Gesamt 5h, Hohe Mut (Bergstation, 2.670m) – Hohe Mut Sattel – Rotmoosferner 2 1/2h, gleicher Weg zurück (kein Klettersteig)

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Heute ist Sonntag und die Sonne scheint. Da lassen sich echte Biker, auf dem Weg zum Timmelsjoch, von 30 Grad nicht abschrecken…

Ich will heute möglichst hoch hinauf, denn mir sind die 30 Grad im hinteren Ötztal zuviel. Also ab Obergurgel mit der Seilbahn hinauf zur Hohen Mut auf 2670 m. Und wirklich, es ist wunderbar hier oben, es weht ein leichter Wind und man kann auf fast ebenen Wegen zu zwei Gletschern wandern.

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Neben der Seilbahn liegt die Hohe-Mut-Alm, die Aussicht bietet auf 21 Dreitausender und viele Gletscher. Links der Gurgler Gletscher, der den bildschönen Talabschluss des Ötztales bildet

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Gletscherblick mit Schafen. An wenigen Stellen liegt noch Schnee auf dem Wanderweg

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Ich wähle den fast ebenen und aussichtsreichen Wanderweg zum Hohe-Mut-Sattel. Links liegt der Gaisberg-Ferner vor mir, und rechts der Rotmoos-Ferner und der Wasserfall-Ferner

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Eben erst ist der Schnee weggetaut, und schon blühen die zarten Glöckchen

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Die Natur muss schnell sein in dieser Höhe. Im August kann schon wieder Schnee fallen

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Ich befinde mich in bester Gesellschaft. Darf ich vorstellen: Gaisberg-, Rotmoos-, Wasserfall-, Hangerer- und Langtalerferner und viele Dreitausender

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Ich bin begeistert von der aussichtsreichen Wanderung. Am Sattel entscheide ich mich für den Rotmoos-Ferner und wende mich nach rechts

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Der Rotmoos-Ferner mit diversen Gletscher-Kollegen

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Der Gaisberg-Ferner. Ich muss an Ötzi denken, der in ähnlichr Gletscherwelt über 5000 Jahre ruhte. Hinter diesen Bergen liegt Italien, wo „der Mann aus dem Eis“ ursprünglich herkam

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Gletscherwelt mit Schafen. Die Tiere suchen die Nähe des kühlenden Schnees und stehen dicht beisammen um sich gegenseitig Schatten zu spenden

Nur ungern fahre ich mit der letzten Bahn um 16 Uhr wieder ins Tal. Dort brütet immer noch die Hitze, und so verwerfe ich die Idee, noch einen Klettersteig anzugehen. Stattdessen genieße ich ein Glas Wein auf der schattigen Terrasse des „Sahnestüberls“.

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