Neulich radelten wir eine Hälfte des Radelthons, heute fahren wir das zweite Teilstück. Beide Male starten wir im 540 m hoch gelegenen Vaihingen, und die Tour führt bergab ins 300 m tiefer liegende Neckartal. Heute bleiben wir allerdings 20 km lang oben auf der Hochfläche. Erst in Sillenbuch geht es rasant hinunter nach Rohracker und ins Neckartal.
Vaihingen– Möhringen- Asemwald- Sillenbuch- Hedelfingen– Mühlhausen
Länge 50 Km, Streckentour, Start: Stuttgart-Vaihingen (S-Bahn)

Die Panzerstraße zwischen Vaihingen und Böblingen

1938 wurde in Vaihingen die Kurmärker Kaserne erstellt, die heute noch als Patch Barracks von der US Army genutzt wird. Etwa gleichzeitig entstand in Böblingen die Panzerkaserne. Die beiden Kasernen waren nur 15 km voneinander entfernt, und beherbergten des 7. und das 8. Panzerregiment.

 

Um gemeinsame Übungen zu ermöglichen, wurde ein Verbindungsweg geschaffen, die Panzerstraße. Als Straßenbelag wählte man Kopfsteinpflaster, ein sehr robustes Material, das die starke Beanspruchung durch Panzerketten aushielt. Ein dunklerer Mittelstreifen trennt die zwei Fahrbahnen.

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Die Panzerstraße ist heute noch intakt und erstaunlich gut erhalten

Sie führt durch den Wald und wird gerne von Spaziergängern, Hundebesitzern, Joggern und Radfahrern frequentiert. Lange Zeit veranstalteten amerikanischen Soldaten hier einen jährlichen Marathon über 10 Meilen von Vaihingen nach Böblingen.

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Der Radelthon, 80 km rund um den Stuttgarter Talkessel

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Heute folgen wir der roten Markierung. Die Gegenrichtung ist schwarz markiert

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Möhringen mir dem SI-Zentrum. Rechts dahinter befindet sich die ehemalige Daimler-Zentrale

Im SI-Centrum befinden sich zwei Musicaltheater (Stage Apollo Theater und Stage Palladium Theater), die Spielbank Stuttgart, elf Restaurants, sieben Bars und drei Cafés, der Cinemaxx-Filmpalast mit sechs Kinosälen, 22 Konferenz- und Tagungsräume, zwei Hotels (Dormero Hotel und SI-Suites) und das Wellness-Bad SchwabenQuellen.

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Die drei Hochhäuser von Asemwald, davor Versuchsfelder der Universität Hohenheim

Der Stadtteil Asemwald besteht aus drei großen Hochhäusern aus den 1960er Jahren, wegen seiner Größe (die Wohnanlage zählt zu den größten Deutschlands) auch Hannibal genannt. Die drei fast bau- gleichen Wohnblocks mit bis zu 70 m Höhe und 23 Stockwerken kündigen Stuttgart schon von weitem an.

 

Zum Asemwald gehört auch ein Ladenzentrum, ein Tennisplatz, ein Höhenrestaurant, ein Panorama-Schwimmbad im 20. Stock sowie ein Kindergarten. Viele der 1800 Bewohner sind bereits in den 1970er Jahre eingezogen.

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In Sillenbuch fahren wir in den Wald, und immer bergab bis Rohracker,

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vorbei an Bächen, Schluchten und diesem Grillplatz  DSC09258

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In Rohracker beginnt das Rebland. Viele Steillagen werden allerdings nicht mehr als Weinberge genutzt

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Die alte Kelter von Hedelfingen

Neckartal zwischen Hedelfingen und Mühlhausen

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Der Neckarabschnitt bei Untertürkheim ist geprägt von Industrieanlagen. Nur ein schmaler Durchgang bleibt den Radlern zwischen Industriebauten und Neckar

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Der Gaskessel auf der Höhe des Cannstatter Wasens. Hier hat der Kanu-Club seine Anlegestelle

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Wir freuen uns an den ersten blühenden Bäumen in diesem Frühjahr

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Das Mineralbad Leuze bei Bad Cannstatt

„Das Leuze“ ist ein Mineralwasser-Schwimmbad und zählt mit 900 000 Besuchern pro Jahr zu den meist- besuchten Bädern in Deutschland. Bereits seit 1842 gibt es hier eine Badeanstalt. Das Wasser des Bades kommt aus den Stuttgarter Mineralquellen, aus denen täglich 43 Millionen Liter Mineralwasser sprudeln.

 

Die heutige Form des Bades wurde Anfang der 1980er Jahre durch den Künstler Otto Herbert Hajek mitgestaltet und 1983 mit dem Architekturpreis des Bundes deutscher Architekten ausgezeichnet.

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