Ein Wander-Juwel ist die aussichtsreiche Grat-Wanderung von der Kanzelwand zum Söllereck. Die Seilbahn übernimmt den Auf- und Abstieg, und dazwischen liegt einer der schönsten Panoramawege des Allgäus.

 

Tag 5: Gratwanderung Kanzelwand – Söllereck (3:30h)
Tag 6: Kanzelwand – Schappold Alpe – Oberstdorf (3:40h)

Panorama-Schau vom Feinsten

Kanzelwand (Seilbahn) – Schlappold See – Fellhorn (1h) – Söllereck (2:30h, Seilbahn-Abstieg)
Ich notiere in diesem Beitrag viele Berg-Namen. Mir ist diese Erinnerungshilfe nützlich, dem Leser wohl eher lästig. Einfach überlesen…

Von der Bergstation blicke ich zum Hohen Ifen und den Gottesäckern (rechts). Links das Walmendinger Horn und die Ochsenhofer Köpfe (meine Gratwanderung von neulich)

Anschlussbild; rechts das Wallmendinger Horn, Hochstarzel. Im Hintergrund die Hochkünzelspitze (2397m), links der Widderstein

Bei der Alpe Bierenwang gibts Kaffee und Aussicht: (von rechts) Kanzelwand, Hochgehren-Spitze, Oberstdorfer Hammerspitze (mitte), Großer Schafsalpkopf (Mindelheimer KS)

Statt den langweiligen Weg von der Kanzelwand hochzusteigen, gehe ich den unteren, schönen Pfad zur Zwischenstation Fellhornbahn. Um dann mit der Seilbahn zum Fellhorn hochzufahren. Sehr empfehlenswert!

Bombastische Aussicht und ein strahlender Himmel

In sanftem Auf und Ab wandert man über den Grat. Rechts das Nebelhorn, in der Bildmitte der Grünten, links die Hörner- und Nagelfluh-Kette

Im Vordergrund der Gratweg. Hinten der Alpen-Hauptkamm, den wunderbare Bergrouten durchziehen. Neulich ging ich vom Nebelhorn (der höchste, oberhalb des Grates) zum Hochvogel (spitze Pyramide, 6h)

Zweite Etappe, 9h!, vom Hochvogel (links), am Großen Krottenkopf vorbei, zur Kemptner Hütte (im Tal ganz rechts). Dritte Etappe (unten, re): Heilbronner Weg mit Trettachspitze, Mädelegabel (6h bis Rappensee Hütte)

Der Gratweg markiert die Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Unten die Fellhorn-Zwischenstation am Schappold-See. Und prächtige Sicht auf den Alpen-Hauptkamm

Schluss-Einkehr in der gastlichen Söller-Alm

Aussicht an Kanzelwand und Fellhorn, und durchs Stillach-Tal nach Oberstdorf

Kanzelwand- Schappold Alpe (1:20h)- Fellhorn (0:30h)- Stillachtal/Freibergsee (1h)- Oberstdorf (1h)

 

Noch auf der Kanzelwand bin ich unschlüssig: Eine Gipfeltour am letzten Tag, oder eher sanft ausklingen lassen? Gerne hätte ich die Walser Hammerspitze in Angriff genommen, einen schönen Aussichtsberg. Doch das Wetter zeigt sich unbeständig, und ich entscheide mich für eine gemütliche Tour in Talnähe.

Die Walser Hammerspitze (2170m, mitte) erklettert man von der Kanzelwand auf schönem Gratweg. Links davon die Hochgehrenspitze und die Oberstdorfer Hammerspitze, an deren Fuß die Fiderepass-Hütte liegt

Blick von der Fellhorn-Zwischenstation, von rechts: Kanzelwand-Gipfel, die Walser Hammerspitze (fast verdeckt), Hochgehren-Spitze, Oberstd. Hammerspitze. Bildmitte: Großer Schafalpkopf (Mindelh. KS)

Welch schöner Platz für die Bergmesse (nahe der Fellhorn-Zwischenstation). Traumhafte Kulisse bietet der Alpenhauptkamm, auf dem der Heilbronner Weg verläuft. Von links: Trettachspitze, Mädelegabel, Hohes Licht

Gemütlich wandere ich am Schlappold-See vorbei zur Schlappold Alpe, wo ich länger verweile. Am dicken Seil der Fellhornbahn hinunter ins Stillachtal (Fastenoy)

Durchs Stillachtal – Freibergsee (1h) – Oberstdorf (1h)

Viele Wander-Optionen an der Talstation: Tal-aufwärts nach Einödsbach und zur Rappensee-Hütte, der größten der 327 Hütten des Dt. Alpenvereins (300 Schlafplätze). Ausgangspunkt für den Heilbronner Weg

Ich wende mich Tal-abwärts und spaziere

auf gut ausgebauten Wegen

zu alten Bauern- und Gasthäusern

und zur Skischanze nahe des Freiberg See´s

Das Fundament-Stück erinnert an die erste Schanze, die hier 1949 erstellt wurde. Am Fuß der Schanze gibts ein Café. Und man kann hinaufsteigen, der Aufgang ist sehr informativ als kleines Museum gestaltet.

Ich bin fast am Freiberg See, als es zu regnen beginnt. Gerne setze ich mich unter das schützende Dach des See-Restaurants – und bald scheint wieder die Sonne

Durch den Wald wandere ich Tal abwärts,

quere die Stillach,

dann öffnet sich das Tal, und vor mir liegt Oberstdorf und der Grünten im Abendlicht

3 Kommentare

  1. Wunderschöne Bilder, Lisa! Da werden Erinnerungen wach. Ich war damals dort im Schullandheim und wir waren dort auch wandern. Liebe Grüße!

    • Liebe Regina, schön von dir zu hören. Wie geht es dir, arbeitest du immer noch mit in Hofen?

      • Hallo Lisa,
        ja, nach längerer Pause bin ich wieder mit am Start. Heute grillen wir dort zusammen. Hat sich aber viel verändert. Hoffe, es geht Dir gut! Auch unsere Nähsessions werde ich in guter Erinnerung behalten.
        Liebe Grüße, Regina

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