Bisher kenne ich das Zillertal nur als großartiges Skigebiet. Sogar im Sommer kann man am Hintertuxer Gletscher skifahren. Krönung der Zillertaler Wander-Möglichkeiten ist der Berliner Höhenweg, der in 8 Tagen den Zillertaler Hauptkamm durchquert. Ich habe Tagestouren vor, will aber auch Teile des Berliner Höhenweges gehen.

1. Tag: Ahornbahn Seilbahn – Edelhütte (2238m)

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Die Karl-von-Edel-Hütte, dahinter der Hausberg von Mayrhofen, die Ahornspitze (2973m). Zu gerne wäre ich hinaufgeklettert, aber nicht bei 30 Grad. Die Edelhütte ist letzte Station des Berliner Höhenwegs. Über die rechte Scharte kommen die Wanderer herüber

2. Tag: Hintertuxer Gletscher, Panorama und Wanderung

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Skivergnügen auf dem Gletscher, und Fernsicht bis zu den Dolomiten (Langkofel, ganz hinten links)

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Der Zillertaler Hauptkamm. In dieser hochalpinen Landschaft verläuft der Berliner Höhenweg

Nach ausgiebiger Panoramaschau von der “Gefrorenen Wand” (3250m), dem höchsten Punkt der Hintertuxer Gletscher-Seilbahn, fahre ich wieder 2 Sektionen hinunter. Meine Wanderung geht von der Sommerberg-Alm (2100m) zum Tuxer-Joch-Haus (2660m) und durchs Weitachtal nach Hintertux (1500m).

3.+4. Tag: Schlegeis Stausee – Friesenberghaus – Olperer Hütte – Fitscher Joch (Südtirol)

Eine grandiose 2-tägige Tour, teilweise auf dem Berliner Höhenweg. Vom Schlegeis-Stausee erst mal steil hinauf zum Friesenberg-Haus (2500m). Trotz ein paar Regentropfen gehe ich weiter zur Olperer Hütte.

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Die Wolken verziehen sich wieder, und ich habe beste Panoramasicht auf den Zillertaler Hauptkamm. Blick zurück zum Friesenberg-Haus (links). In der Bildmitte rechts, das Zemmgrund-Tal, an dessen Talschluss sich die berühmte Berliner Hütte befindet

Berliner Höhenweg (8 Tage, ca. 8300 Hm)
Ich befinde mich nun auf dem Berliner Höhenweg, einem anspruchsvollen Trekking-Klassiker, der in 8 Tagen in einer weiten Runde durch das abwechslungsreiche Hochgebirge der Zillertaler Alpen führt. Kernstück sind 3 Hütten der Alpenvereins-Sektion Berlin, daher auch der Name: Berliner Höhenweg.

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Die moderne, superschöne Olperer Hütte ist mein heutiges Nachtquartier. Links oberhalb vom Talschluss des Schlegeisgrund-Tales liegt die nächste Station des Berliner Höhenwegs, das Furtschaglhaus

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Auch der 2. Tag ist wunderbar: Zum Pfitscher-Joch-Haus auf der italienischen Grenze und zurück zum Stausee

5. Tag: Ausruh-Programm, Moor-Lehrpfad nahe der Finkenberger-Alm-Bahn

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Im Skigebiet Finkenberger-Alm / Penken (im Hintergrund, l.) lädt im Sommer der Moor-Lehrpfad zu einem informativen Bummel durch die Almenlandschaft. Gerade richtig bei dem bewölkten Wetter und zur Regeneration

6. Tag: Grüblspitze (2400m), eine vortreffliche Panorama-Bummelei

Rundweg: Lahnersbach, Eggalm-Seilbahn (2000m) – Grübelspitze (2400m), 3h

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Schon die Auffahrt mit der Eggalm-Bahn bietet prächtige Schau auf die Tuxer Alpen. Ganz recht der Hintertuxer Gletscher

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Eine Schautafel erklärt die Tuxer Gipfel-Welt

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Wir wandern genussvoll auf dem Grad, im Hintergrund das weitläufige Skigebiet

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Von der Grübelspitze (2400m) blicken wir hinüber zum Hintertuxer Gletscher. Die Schneeberge von links: Großer Riffler (3231m), Gefrorene-Wand-Spitzen (3288m), Olperer (3476m), kleiner Kaserer

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Die Eggalm neben der Bergstation, und der beherrschende Bergstock bei Mayrhofen (Bildmitte) die Ahornspitze

Ab 7. Tag: Berliner Höhenweg (4 Etappen)

Berliner Höhenweg (8 Tage, ca. 8300 Hm)
Der Berliner Höhenweg ist ein anspruchsvoller Trekking-Klassiker, der in 6 Etappen / 8 Tagen in einer weiten Runde durch das abwechslungsreiche Hochgebirge der Zillertaler Alpen führt. Kernstück sind 3 Hütten der Alpenvereins-Sektion Berlin, daher auch der Name: Berliner Höhenweg.

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Das Furtschagl Haus, benannt nach einem benachbarten Gipfel, ist eine urige, gemütliche Hütte

Im 19. Jh. machte Berlin, die Hauptstadt des Dt. Kaiserreiches, das Zillertaler Hochgebirge „salonfähig“. Man legte eine erste Variante des Berliner Höhenwegs an und errichtete die eindrucksvolle Berliner Hütte (seit 1997 unter Denkmalschutz), eines der Highlights auf dieser wunderbaren Tour.

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Die Berliner Hütte, am Rande der Gletscher, ist ein ungewöhnlich repräsentatives Haus. Mit den Kronleuchtern im Speisesaal mutet es eher an wie ein Schloss, denn eine Schutzhütte. Rechts der Große Möseler (3480m)

Die Etappen des Berliner Höhenweges
Start in Tux-Finkenberg, Gamshütte. Friesenberg-Haus (9,5h), Olperer-Hütte (2,5h), Furtschagl-Haus (5,5h), Berliner Hütte (6,5h), Greizer Hütte (6,5h), Kassler Hütte (6h), Edel-Hütte (9h). Reine Gehzeiten, ohne Pausen, ich brauche 1/3 länger. Durchschnittlich 1000 Hm/Tag, sowohl hinauf, als auch hinunter.

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Ich werde 4 Etappen gehen, (plus Auf- und Abstieg). Meine Tour startet am Friesenberg Haus und endet an der Kassler Hütte. Die extrem langen Etappen am Anfang und am Schluss werde ich weglassen. Mal sehen, wie weit mich die Füße (bzw. eher die Kondition) tragen…

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Blick vom höchsten Punkt der Zillertaler Runde, dem Schönbichler Horn (3133m).

Zwischenbericht: Ich bin sehr glücklich, dass ich alle geplanten Etappen geschafft habe, konditionell, und bei besten Wetterbedingungen. Es war super!!!

2 Kommentare

  1. Liebe Lisa,
    ich habe gerade Deinen Bericht über das Zillertal und den Berliner Höhenweg gelesen. Sehr interessant und tolle Fotos zur Dokumentation!! So manche Ecke habe ich auch schon erwandert – nicht selten sogar mehrmals… Es sind eben unwiderstehliche, wildromantische Seitentäler mit grandiosen Ausblicken!! Gletscher zum Greifen nahe, dazu Seen, die zum Schwärmen verleiten – wo gibt es das schon quasi fast direkt vor der bayrischen Haustür? Wir waren am Samstag Vormittag am malerischen Schwarzsee und gingen von dort noch ein Stück in Richtung Mörchenscharte. Wieder zurück an der Berliner Hütte haben wir es uns am sprudelnden Zemmbach gemütlich gemacht, bevor wir uns an den Abstieg ins Tal machten. Liebe Lisa, ich hoffe, Du konntest noch viele interessante Eindrücke mitnehmen. Ich werde mich noch lange an unsere netten Gespräche an der Berliner Hütte erinnern und mich mit Sicherheit von Zeit zu Zeit in den Reisblog einklinken.
    Viele liebe Grüße und noch ganz viele tolle Touren!!!
    Birgit

    • Schön von dir zu hören, Birgit. Ich bin noch ganz begeistert von der grandiosen Zillertaler Runde. Wie geplant bin ich bis zur Kassler Hütte gekommen, erst beim Abstieg am nächsten Tag hüllten sich die Berge in Wolken. Berge faszinieren mich immer, doch diese Tour im Herzen der Zillertaler Alpen hat besonders tiefe Eindrücke hinterlassen. An unsere Gespräche denke ich gerne zurück. Ich finde es große Klasse, wie ihr zwei zusammen Touren unternehmt und die gemeinsame Zeit genießt.

      Die Blog-Einträge zum Berliner Höhenweg müssen noch etwas warten. Das angekündigte gute Wetter hat mich ein paar Täler weiter gelockt. Morgen geht es auf den Stubaier Höhenweg. Ganz herzliche Grüße nach Rosenheim!

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