Schon lange träume ich von der Brenta-Durchquerung, denn die mehrtägige Via ferrata delle Bocchette gilt als einer der schönsten Höhenwege der Welt.
1.Tag: Anreise Madonna di Campiglio, Grosté-Seilbahn -> Refugio Graffer
2.Tag: Benini-KS            -> Ref. Tuckett          (4,5h)
3.Tag: SOSAT-KS           -> Ref. Alimonta        (3h)
4.Tag: Bocchette Centr. -> Ref. Tosa/Pedrotti (3h)
5.Tag: Brentari-, Ideale   -> Ref. 12-Apostel    (3h + 2,5h)
6.Tag: Castiglioni-, Palmieri-KS  -> Ref. Agostini (2,5h),   Ref. Pedrotti (3h)
7.Tag: Via Orsi, Benini-KS  ->   Bocca di Tuckett (3h), Grosté-Seilbahn (4h)
Alle Zeiten sind reine Gehzeiten. Mit Pausen brauche ich ca. 1/3 mehr Zeit.

 

Die Via delle Bocchette (= Weg der kleinen Scharten)
ist der Traumpfad der Alpen schlechthin. In schwindelnder Höhe, über die legendären Brenta-Felsbänder, mit Blick in tiefe Abgründe und mit großer Aussicht.

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Der “Via” wurde in den 1930er-Jahren begonnen und 1972 mit dem Sentiero Benini vollendet. Die drei großen Teilstücke sind Sentiero Benini (wunderbarer Auftakt), Sentiero delle Bocchette Alte (höchstes, hochalpines Kernstück, das bis über 3000 m ansteigt), und der berühmte Sentiero delle Bocchette Centrali (das älteste, legendär fotogene Teilstück).

 

Man kann die Route verlängern um die hochalpinen Wege Sentiero Brentari und Sentiero Ideale, die das Refugio Pedrotti mit dem Ref. 12 Apostoli verbinden. Eine wunderbare, aussichtsreiche Tour über Gletscher, Scharten, Leitern.

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Ideale-KS: Über den Ambiez-Gletscher zur Bocca d´Ambiez

Letzte Verlängerungs-Option ist der Sentiero Castiglioni, der die Hütten 12 Apostoli und Agostini verbindet. Auf der Agostini-Seite turnt man über eine lange Leiter-Architektur hinauf zur “Scharte der 2 Zähne”. Ich begehe die Leitern im Abstieg, als späktakulären Abschluss meines Via delle Bocchette.

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Casteglioni-KS: Feuerwehr-Leitern zur Bocca due Denti

Als Rückweg zur Seilbahn wähle ich den wunderschönen Sentiero Orsi, mehr Höhenweg als Klettersteig und vor allem Aussichtspromenade. Auf der Bocca di Tuckett entschließe ich mich spontan, nicht zur Hütte abzusteigen, sondern über den Brentari-KS zurück zu gehen zur Seilbahn. So schließt sich nach einer Woche meine Runde auf demselben Weg, mit dem sie begonnen hat.

 

Eine traumhaft schöne Tour, mein Bergsteigerherz schlägt weiterhin höher beim Namen “Brenta”. Ich nehme wunderbare Eindrücke und Erinnerungen mit nach Hause. Und die Sehnsucht, vielleicht einmal wiederzukommen.

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