Schnee verzaubert die Welt, und es ist eisig kalt (-6°). Nach 3 trüben Regen-Wochen freuen wir uns an Licht, Sonne und blauem Himmel. Und wandern 3 Tage hintereinander, solange eben das Wetter und die weiße Pracht anhalten: Am Sörenberg bei Waiblingen, auf dem RemstalWeg, und in den Berglen.

Endersbach-Schönbühl-Winterbach               (13km, 3:30h)
Winnenden-Bürg-Stöckenhof-Nellmersbach (12km, 3:30h)

Sörenberg, der Hausberg von Waiblingen-Neustadt

Februar-Pulverschnee und ein wolkenloser Himmel locken uns hinaus. Wir umrunden den Sörenberg, mit 370m die höchste Erhebung von Waiblingen-Neustadt, mit schönen Spazierwegen

In den Streuobstwiesen tun sich Vögel an den hängengebliebenen Äpfeln gütlich

Auf den Wegen liegt eine geschlossene Schneedecke,

und der Schnee knirscht unter den Füßen. Birken-Formation nahe der Gipsmühle

Vor 200 Jahren gab es 13 Gipsmühlen in Neustadt. Der ungebrannte und ungereinigte gemahlene Gips wurde als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Höhere Erträge linderten die Not der Menschen

Kopfweiden wurden früher im Weinberg verwendet, um Reben-Triebe anzubinden. Meine Mutter konnte das noch

Die Winterarbeit in den Weinbergen am Sörenberg ist getan – die Rebstöcke sind beschnitten

RemstalWeg: Endersbach-Schönbühl-Winterbach (13km, 3:30h)

Vom S-Bahnhof Beutelsbach

hinauf zur Remstalkellerei

und zur Burg Kappelberg aus dem 11.Jh, dem Sitz derer von Beutelsbach. Aus denen das Geschlecht Württemberg hervorging. Deshalb ist die schlichte Anlage die Wiege der Grafschaft Württemberg

Ich wandere auf das nächste Ziel zu: Das Remstal-Kino oberhalb des Weindorfes Schnait

Blick zurück, von rechts: Großheppacher KopfKorber Kopf (dazwischen liegt verdeckt der Hörnleskopf) – Sörenberg (Bildmitte). Ganz links der Lemberg bei Affalterbach

Aussichtspunkt Drei Riesen, gleich daneben

das Remstal-Kino mit Rundum-Blick: Bildmitte Kappelberg, rechts Beutelsbach, dahinter Endersbach

Großes Landschaftskino: Kleinheppacher Kopf (re), im Tal Beutelsbach, unser heutiger Startpunkt

Der Bibel-Weg ruft Worte der Bibel in Erinnerung, hier die Kalebs-Traube

40 Jahre lang zog das Volk Israel von Ägypten ins gelobte Land. Von einem Erkundungsgang in das verheißene Land, brachten Kaleb und die Kundschafter eine riesige Weintraube mit. Die Kundschafter schilderten Kanaan als ein Land, in dem „Milch und Honig fließen“.

Jegliches Wintersportgerät ist heute im Einsatz. Die Bedingungen für Ski und Rodel sind hervorragend

Ganz oben, auf dem Schönbühl, betreibt die EnBW ein Wasserwerk. Für Passanten gibts einen schönen Brunnen und ein Zitat von Antoine de St. Éxupery: „Wasser, du bist der köstlichste Besitz der Erde“

(von rechts) Im Tal Grunbach, darüber Buoch. (Bildmitte) Im Taleinschnitt das Weindörfchen Gundelsbach, (links davon) der Kleinheppacher Kopf und Kleinheppach, (links hinten) der Sörenberg

Der Blick öffnet sich ins obere Remstal bis Schorndorf

Der Schönbühl war früher ein Jugendheim mit Werkstätten und Freizeit-Einrichtungen. In der Bildmitte, auf den Höhen des Schurwaldes, sieht man Manolzweiler, mein nächstes Ziel

Das Jugendheim Schönbühl ist seit 2002 geschlossen. In der Wohnanlage Schaffrichhof daneben wohnten die Angestellten des Jugendheims

Der RemstalWeg (ehemals Remstal-Höhenweg) wurde zur Gartenschau 2019 umgestaltet. Auf 215 km führt er auf beiden Seiten des Remstals von der Quelle in Essingen zur Mündung in den Neckar bei Neckarrems

Auf breiten Wegen hinauf nach Manolzweiler. Kurz vor dem Ort treffen Wanderweg und Straße zusammen

Manolzweiler liegt exponiert auf einem Bergrücken des Schurwaldes. An der Kaiserstraße, seit jeher eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen Fils- und Remstal

Haltepunkt war die Post- und Fuhrmannsstation, der heutige Gasthof Hirsch. Die Pferdegespanne konnten unterhalb der Gaststube direkt in das Haus hineinfahren und auf der anderen Seite wieder heraus

Hinter Manolzweiler geht es nur noch bergab. Auf den Wiesen rodeln Kinder – meist mit dem Papa, der genausoviel Spaß hat wie der Nachwuchs

Jugendliche mögens abenteuerlicher, sie rodeln auf dem steilen Weg

am Mönchsklingenbach. Bis hinunter zum Engelberg, einem Ortsteil von Winterbach,

wo die Freie Waldorfschule beheimatet ist. Hier die Mensa,

weiter unten der Schulkomplex der Waldorfschule Engelberg

Eine lange Kugelbahn folgt dem Wegg hinab nach Winterbach. Von einer 3. Klasse gestaltet

In den Berglen: Winnenden-Bürg-Stöckenhof-Nellmersbach (12km, 3:30h) 

Auch der dritte sonnige Schneetag lockt mich outdoor. Ich nehme die SBahn nach Winnenden

Seit Tagen ist es eisig kalt, der Markt-Brunnen ist zugefroren

Die idyllische Talsenke des Buchenbachs gehört den Spaziergängern. Es gibt schöne Wege und Ruhebänke

Das Wassertretbecken und kurz dahinter das Freibad gehören schon zu Höfen

Ivan, der Korbmacher in Höfen, bietet eine Fülle an schönen und nützlichen Korbwaren

Winnenden-Höfen, ein kleines, winkeliges Dörfchen

Der Hang ist zu sonnig, die Höfener Jugend rodelt heute wo anders

„Schmerzhaft ist das Sterben einer Illusion“ – Bürg schaut herab auf das Kunstwerk am Wegesrand

In Bürg gibts nicht nur eine Burg mit Höhen-Restaurant, sondern auch einen Besen mit sehr modernem Anbau

und viel Aussicht: zum Korber Kopf, davor Winnenden

10=Fernsehturm, 11=Korber Kopf, 12= Winnenden-Schelmenholz, 13=Kraftwerk Münster, 14=Waiblinger Berg, 15=Stadtkirche Winnenden, 16=Waiblingen-Neustadt, 17=Stuttgart-Freiberg, 19=WN-Hegnach, 21=Schwaikheim

28=Hohenasperg, 29=Leutenbach, 30=Hertmannsweiler, 31=Weiler zum Stein, 32=Stromberg, 33=Marbach

Vom Panoramaweg am Schlossberg blicke ich zurück nach Bürg. Die Burg Altwinnenden, auch Burg Bürg genannt, stammt aus dem 12. Jh. Heute gibts dort ein schönes Restaurant. Im Tal liegt Winnenden-Baach

Auf der Hochebene liegt noch viel Schnee – die Jugend freut´s

Das Kronenstüble in Stöckenhof hat Corona-bedingt geschlossen, und ich wandre wieder hinein in den Wald

An der Kreuzeiche treffen sich Wanderwege aus allen Richtungen

Abschluss dieser vielfältigen Tour ist der verschneite Hohlweg hinunter nach Nellmersbach

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